Samstag, Dezember 06, 2008

Feuerzangenbowle

Ich war mit Céline und ihren Flurkollegen im Unikino um mir die Feuerzangenbowle anzugucken.
Jaa, ich weiß, kennt jeder, hat jeder auch schon mindestens 20 mal gesehen....
Ich eben nicht! Ich wusste ja nicht mal, dass die in schwarz-weiß war.
Das ganze fand zwar in nem Hörsaal statt. Ein Blinder hätte wahrscheinlich gedacht, er wäre im Fußballstadion gelandet... eine unheimliche Geräuschkulisse!
Immer wenn die Schauspieler zum Anstoßen aufgestanden sind, tat der gesamte Saal das gleiche und bei lustigen Dingen hat jeder mit seiner Glühweintasse auf die Tische geklopft. Jeder kennt doch das Phänomen, wenn man einen Gegenstand auf eine Waschmaschine legt, ist sie nach beenden des Schleudergangs garantiert nicht mehr da. Die Deppen hinter uns haben das erst nach zwei Tassen Glühwein und einer Flasche Bier begriffen.
Wenns mal keinen Grund gab laut zu sein, hat der linke Flügel immer nach dem Rechten gerufen, welcher auch immer brav geantwortet hat. Nach den ersten drei Minuten war dann auch klar, warum der Film mit Untertiteln lief...

Danach waren wir auf der dazugehörigen Studentenparty. Sehr klein, aber lustig. An der Bar -naja, besser gesagt hinter den Tischen, die die Tanzfläche von den Bierkästen trennte- arbeitete son' Typ. Wenn man amerikanische High School Filme kennt, in denen ein Tanzball stattfindet dann gibt es da immer den Stufenlooser, der an der Tür steht und die Karten kontrolliert. Genau der war das.
Céline und ich hatten zusammen 10 Bier. 2 davon hat ein Flurmitbewohner bezahlt. Und die anderen... die gabs irgendwie fast umsonst. Ich bin mit 25€ und ein wenig Kleingeld rein und auch mit 25€ wieder raus. Nein, ich habe keinem das Bier geklaut und ich hab auch auf der Toilette keinen ausgeraubt.
Keine Ahnung, wie das passiert ist. Ok, bei einem Bier bin ich mir sicher. Ich hatte noch 1,49€ klein (Bier kostet 1,50). Ich biete also dem Typen hinter der Bar -ja genau dem- an, dass ich entweder nur 1,49 zahle, oder er mir nen 20er wechseln muss. Und was macht der??? der nimmt den 20er!! Wie scheiße ist das denn?!?!
Naja, mir fiel auf, dass ich auch noch nen 5er hatte -von dem hab ich vorher ehrlich nichts gewusst!- und hab den gegen den 20er getauscht. Da holt der Typ Wechselgeld und gibt mir das mit dem 5er und dem Bier zurück. Ich war kurz verwirrt -und dann hat sich mein Gewissen gemeldet. Man hätte dem Typen die 5 Euro fairerweise zurückgeben sollten. Aber er war schon weg. Na gut, er hat lediglich das Mädel neben mir gefragt, was sie wolle. Also hab ich das Geld genommen und bin zurück. Ob das mit dem 20er wohl genauso funktioniert hätte...? Tja, man weiß es nicht.

Als wir uns auf den Heimweg zur Burse machen wollten entdeckten wir einen Betrunkenen Partygast draußen an einem Auto sitzen. Célines Mitbewohnerin Julia hatte eine soziale Phase und wollte dem Kerl helfen. Nach einigen Versuchen, ein Taxi zu rufen und Céline der Meinung war, dass sie nicht mit ihrem Handy durchkommt sollte ich das mal versuchen. Nachdem ich dann nicht nur die Taxinummer sondern auch noch die Vorwahl wissen wollte, wurde dann auch klar, warum da kein Durchkommen war...
Taxi gerufen und den Typen in Richtung Straße geschleppt.
Julia: "Wo wohnst du denn?"
Kerl: "Inner XYZ-Strase" kenn die Straße nicht, habs sie mir auch nicht gemerkt
Kerl: "Bissu Leons Freundin?"
Julia: "Nee"
Da war der Kerl wohl etwas verwirrt und meiner Meinung nach auch nicht mehr so bereitwillig sich zum Taxi zu bewegen -was nicht weiter schlimm war, da wir quasi schon an der Straße angekommen waren.
Julia: "Hast du denn deinen Schlüssel?"
Kerl: fühlt kurz in seiner Tasche "Ja" keine Ahnung was er da für nen Schlüssel hatte, aber ich befürchte, dass er damit nicht in die Wohnung in Kiel kam.
Irgendeiner kam dann auf die Idee doch mal nach seinem Portmonee zu gucken, ob er Perso und Geld fürs Taxi hat. Den Perso haben wir auch gefunden... Adresse: Quickborn!
Julia: "Du kommst aus Quickborn?"
Kerl: "Jaa, da whohn ihch!"
Julia: "Aber wohnst du hier in Kiel bei jemanden?"
Kerl: "Bei Leon"
Julia: "Und wo wohnt der?"
Kerl: "ABC-Straße" hat mir genauso wenig gesagt, wie die erste
dann war endlich ein Taxi da und wir haben den Kerl reinverfrachtet und den Taxifahrer nach der Straße gefragt. Der wusste auch wo die war.
Kerl: "das iss da wo Leon arbeitet"
mit dem letzten Satz hat Julia dann die Tür geschlossen und das Taxi ist weggefahren.

Ich bezweifle, dass der Kerl an Leons Wohnung angekommen ist. Ich denke auch, man hätte ihm eher einen Gefallen getan, ihn vor der Party sitzen zu lassen. Da hätte zumindest Leon ihn gefunden. Aber nein, wir mussten ihn ja auf Grund seiner "zuverlässigen" Angaben zu einer wildfremden Straße schicken...

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